Matthias Schönijahn, geboren 1981 in Havelberg, Sachsen-Anhalt, studierte Germanistik, Soziologie und Medienwissenschaft in Potsdam und Angewandte Theaterwissenschaft in Gießen. Er ist Mitbegründer des Regieteams K.A.U.&Wdowik und präsentierte unter anderem mit diesem Arbeiten am Staatstheater Darmstadt, dem Stadttheater Gießen, dem Europäischen Zentrum der Künste Dresden Hellerau, dem Nowy Teatr Warschau, dem Spielart-Festival München, SOPHIENSÆLE Berlin, dem Theaterdiscounter Berlin, dem Mousonturm Frankfurt am Main u.a.. Im Kontext des Museums präsentierte er Arbeiten im Senckenberg Museum Frankfurt am Main, dem atelierfrankfurt e.V. und dem Naturhistorischem Bern.

Für die Entwicklung und Umsetzung seiner Ideen forscht er an Formaten und Techniken der darstellenden Künste sowie der Klangkunst. Vor allem die Stimme sowie Theorien des Zuhörens (listening) sind dabei wichtige Bezugspunkte. Sein Interesse gilt dabei der Entwicklung von Situationen, die von der grundlegenden Erfahrung von Kontingenz ausgehen: Es ist immer auch alles anders möglich. Auf dieser Grundlage entstehen begehbare Räume, die Dokumentarisches, Sound und Performances in Beziehung setzen.

Im Jahr 2014 erhielt Matthias Schönijahn gemeinsam mit Philipp Bergmann für die Installation „Breaking News“ den BEN Nachwuchspreis in der Kategorie ’nichtlineares Erzählen‘. Im Jahr 2010 assistierte er Hans Neuenfels bei den Inszenierungsarbeiten des Lohengrin am Festspielhaus Bayreuth.